Die Elvo Schleuse (Rinne, Runse, Sluice)
Schleuse in Transportstellung
Schleuse in Arbeitsstellung auf dem Universalgestell
Wie entstand die Schleuse?
Zwei Goldwäscher, Björn Sander (D) und Karlheinz Schmidlehner (A), haben sich zusammengetan, um eine Schleuse zu entwickeln, welche ihren höchsten Ansprüchen genügen soll. Nach langen Nächten wurde das grobe Design entwickelt. Ende 2002 entstand der Elvo Prototyp. Nach diversen Tests im harten Einsatz wurden verschiedene Modifikationen vorgenommen, welche in die Serienproduktion eingeflossen sind. (Björn Sander arbeitet noch heute mit dem Prototyp, weil schon er sehr gute Resultate erzielt).
PS: Der Name Elvo kommt vom italienischen Fluss, welcher südlich dem Monte Rosa Gebiet entspringt und im Piemont viele Goldgräber anlockt (die Idee der eigenen Schleuse wurde auch dort geboren).
Ab Sommer 2003 war es dann soweit: Die Elvo ging in die Serie und die Nachfrage war gross.
In der kurzen Zeit konnte schon eine stattliche Anzahl der Schleusen an viele zufriedene Kunden geliefert werden. Die Tatsache, dass schon diverse Elvos nach Amerika geliefert wurden (ins Land von Keene und Co), zeigt, dass die Schleuse auf reges Interesse stösst.
Wichtigste Ausstattungsmerkmale der Elvo
Die Schleuse besteht aus allen zum Betrieb wichtigen Komponenten (Teppich, Schnellspannern und Spannhülsen, Streckgitter, Gummis) komplett fertig zur Benutzung.
Wichtigsten Daten:
Länge Arbeitsstellung 152cm
Länge Transportstellung 90cm
Breite Maximal (Trichter) 51cm
Innenmaß 30cm
Gewicht komplett 7,0 kg
Preis € 170.-
Das Elvo Universalgestell
Hier die wichtigsten Features:
Erfahrungsbericht
(Bilder siehe unter Goldwaschimpressionen)
Ich bin noch nicht so lange vom Goldfieber angesteckt, habe aber trotzdem schon einige Erfahrungen machen können. Am Anfang habe ich mit einer Keene A51 gearbeitet.
Per Zufall bin ich im November 2003 im Internet auf www.Goldblitz.de gestossen. Im Dezember 2003 kam ich über das Forum ins Gespräch mit Björn. Wir diskutierten ausführlich über Schleusen, Riffel und Lochbleche. Basierend auf den Infos aus der Homepage und den Argumenten von Björn war ich sehr interessiert an der Schleuse. Ende Februar nahm ich dann in Stuttgart an einem Goldblitztreffen teil, wo die Schleuse präsentiert wurde. Als ich die Elvo in den Händen hielt, war für mich der Entscheid klar – Ich muss so ein Ding haben! Komplett inkl. Gestell reiste ich zurück in die Schweiz und konnte die Schleuse in der Langete kurz danach einweihen.
Ich habe mit verschiedenen Schleusen gearbeitet und hatte im ‚Auswasch’ pro getestete Pfanne teilweise 3-4 Flitter drin – sprich verloren. In der Elvo habe ich diesen Effekt bis jetzt nicht erlebt, wenn ich meine Erfahrungen entsprechend einsetze.
Die Elvo ist in der Transportstellung locker zu transportieren. Ich habe für CHF 5.- in der Brockenstube einen Gestellrucksack gekauft. Damit verpacke ich die Elvo, das Gestell, 3-Beinhocker, Pfanne und Sieb, Verpflegung und Kleinmaterial. In der rechten Hand Kessel in der linken Schaufel und los geht’s. Im Bach ist die Elvo in wenigen Minuten einsatzbereit.
Bei niedrigem Wasserstand lege ich die Elvo direkt in den Bach (siehe kl. Fontanne oder auch Kurzenei). Bei höherem Wasserstand (grosse Fontanne und in der Langete) arbeite ich meistens mit dem Gestell. Beschweren mit Steinen, dass die Schleuse nicht wegschwimmt, was ich teilweise bei kleinen Schleusen sehe, muss ich nicht. Ich baue meistens aus abgesägten Jeans und ein paar Steinen einen kleinen Damm. Dadurch zieht das Wasser schön durch die Schleuse durch. Bei geringer Strömung siebe ich immer vor (mit einem 20l Kessel und Sieb mit 10mm Maschenweite), damit es nicht zu Verstopfungen kommt. Im Sommer hatte die kleine Fontanne teilweise so wenig Wasser, dass der gesamte Bach über die Elvo floss und ich trotzdem schöne Erfolge hatte während dessen andere Goldgräber mit ihren Schleusen wieder nach Hause fuhren, weil sie keine Möglichkeiten sahen vernünftig zu arbeiten.
Ein weiterer Vorteil beim Vorsieben ist, dass ich weniger Kilogramm Geröll herumtragen muss und ich im Einlaufbereich sofort sehe, ob das Material auch wirklich goldhaltig ist. Wenn die goldhaltige Stelle weiter weg vom Wasser ist, arbeite ich mit Wurfgitter (siehe Bericht Elvo). Das funktioniert aber nur sinnvoll, wenn das Material auch wirklich trocken ist. Ansonsten läuft man Gefahr, dass das Gold an den Steinen kleben bleibt und gar nie den Weg zur Schleuse findet.
Wenn die Strömung gut genug ist, schaufle ich auch direkt auf die Elvo, bedingt aber aus meiner Sicht einen höheren Schaufelaufwand, weil ich 98% des Materials am Auslauf regelmässig wieder wegschaufeln muss. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich unter dem Strich nicht viel weniger Material umsetze mit dem Vorsieben, aber wahrscheinlich einen besseren Wirkungsgrad erziele.
Wenn ich eine gute Stelle gefunden habe entleere die Elvo im Napfgebiet eigentlich nur einmal pro Tag. Solange die Riffel und das Streckgitter nicht total überfüllt ist, denke ich geht auch kein Gold verloren. Am Elvo (I) selber kann es Sinn machen, die Schleuse 2x zu entleeren, da dort extrem viel Blacksand vorhanden ist, der die Schleuse schon mal 'zu machen' kann.
Fazit:
Die Elvo ist aus meiner Sicht was vom Feinsten, was es gibt. Das Gewicht finde ich in Ordnung. Ich habe mit der kompletten Gleitschirmausrüstung sicher doppelt soviel Kilos zum Schleppen und habe damit noch kein Milligramm Gold gefunden *grins*.
Für mich ist die Schleuse das Geld 100% wert. Wenn man die Verarbeitungsqualität und den Wirkungsgrad anschaut, habe ich nichts Vergleichbares gefunden.