Napfgold

Der Ursprung des Napfgolds liegt in den Alpen. Vor 50 Mio. Jahren wurden die Alpen gebildet. Es kamen jene Goldvererzungen zu Tage, die als Primärquelle des heutigen Napfgoldes gelten. Im Miozän transportierten Urflüsse in ihrem alpinen Geröll das Gold in die Ebenen des Mittellandes. Das Napfbergland ist aus solchen Flussablagerungen entstanden. Heute sind diese Flusssedimente längst zu Gestein geworden - die Nagelfluh, Sandsteine oder Mergel. Das Napfgold wird vom Regen aus dem Gestein herauserodiert und gelangt als kleine Goldflitter in das Kies der Napfbäche. Nuggets werden nur selten gefunden. Das Napfgold zeichnet sich durch eine rauhe Oberfläche und eine goldgelbe Farbe aus.

Die Grösse der Goldflitter oder -plättchen variert zwischen 0.2 und 2 mm Durchmesser und mindestens 0.1 mm Dicke. Das Napfgebiet ist wahrscheinlich das geschichtlich älteste Goldvorkommen der Schweiz und soll schon durch die Helvetier und Römer durchsucht worden sein. Heute sind die Bäche und Flüsse unter Hobby-Goldsuchern wohlbekannt. Die natürliche, unberührte Landschaft der Schweizer Voralpen und die Möglichkeit, schnell ein oder zwei Goldflitter zu finden, machen das Napfgebiet zu einem perfekten Goldwasch-Gebiet.

Eine Napftagesausbeute unter dem Mikroskop

Mein Rekordflitter 55,3mg - 7x4mm (grosse Fontanne 31.7.2004)

Meine Sammelbox

Jeder Fund feinsäuberlich verwogen und beschriftet mit Datum, Ort und Gewicht

...und so sehen dann viele Napftagesausbeuten aus

Das Buch zum Thema Goldwaschen in der Schweiz

(absolut empfehlenswert)

Peter Pfander/Victor Jans
Gold in der Schweiz
Ott-Verlag, Thun, 4. Auflage, 2004

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